Was wurde aus dem Recht auf Migration?
Shownotes
Vor einem Jahr forderte unsere Autorin eine Erneuerung der Migrationspolitik. Das war und ist keine blosse Utopie. Zeit für ein Update.
Als Donald Trump kurz vor seiner Amtseinsetzung im Januar 2025 darüber sprach, dass er Millionen Menschen aus den USA abschieben lassen wolle, war die konkrete Umsetzung dieser Pläne noch diffus.
Karen Merkel zeichnete damals in der Republik nach, wie sich der Migrationsdiskurs in den vergangenen Jahren verschärft hat. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und in der Schweiz. Und sie kam zum Schluss: «Es ist wichtig, sich bewusst zu machen: Der Weg der Abschottung ist wiederholt gescheitert. Es gibt andere Antworten auf Migration, die bessere Lösungen versprechen.»
In der Zwischenzeit hat der US-Präsident seinen Worten Taten folgen lassen. Die Einwanderungsbehörde ICE ist mittlerweile allen ein Begriff. Berichte über die sich häufenden, gewaltsamen Verhaftungen auf offener Strasse und in Gerichtsgebäuden haben auch in der Schweiz Entsetzen ausgelöst. Auch in Europa fordern rechtsextreme Politiker längst «Massendeportationen».
Ausgerechnet in diesem aufgeheizten, migrationsfeindlichen Klima hat die spanische Regierung entschieden, den Aufenthaltsstatus von rund einer halben Millionen Menschen zu legalisieren. Ausgehend vom spanischen Fall sprechen wir über alternative Ansätze und migrationspolitische Gegenentwürfe. Und über die Frage, warum solche Ansätze, die Migration als Chance begreifen, im gegenwärtigen politischen Klima kaum hörbar sind.
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Host: Lucia Herrmann Gast: Karen Merkel Produktion: Laura Bachmann